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Kurz erklärt: Was sind Zielfonds?

Zielfonds haben eine feste Laufzeit – und ein Anlagekonzept, das darauf abgestimmt ist. Wir erklären, wie sie funktionieren und für wen sie sich eignen.

 

Zielfonds sind Investmentfonds, deren Laufzeit von vornherein feststeht. Der Anleger wählt einen Fonds mit einem für ihn passenden Enddatum, an dem das Kapital ausgeschüttet wird. Ein Zielfonds ist deshalb sinnvoll, wenn man sehr genau weiß, wann man einen größeren Geldbetrag benötigt. Zielfonds werden auch Lebenszyklusfonds genannt.

 

Umschichtung hilft, Erträge zu sichern

 

Die Besonderheit: Anders als bei klassischen Investmentfonds wandelt sich die Anlagestrategie beim Zielfonds. Rückt das Ende der Laufzeit näher, schichten die Fondsmanager das Kapital schrittweise um.

 

  • Anfangs stecken vor allem Papiere mit hohen Renditechancen, aber auch Schwankungsrisiken im Fonds – also Aktien.
  • Mit fortschreitender Laufzeit steigt der Anteil festverzinslicher Wertpapiere.
  • In den letzten Jahren vor dem Zieltermin werden Geldmarktpapiere und Bankguthaben eingesetzt.

 

Ziel der Umschichtung ist es, erreichte Gewinne aus der bisherigen Laufzeit gegen Ende zu stabilisieren.

 

Die wichtigsten Vorteile von Zielfonds:

 

  • Kombination aus chancenreicher Anlage und Maßnahmen zur Absicherung
  • Kein Aufwand – das Fondsmanagement kümmert sich um alles
  • Auch Varianten mit Kapitalgarantie möglich: Mindestens die Einzahlungen stehen am Laufzeitende zur Verfügung

 

Von Produkten mit Kapitalgarantie abgesehen, besteht auch bei Zielfonds grundsätzlich das Risiko, dass das angestrebte Vermögensziel nicht erreicht wird. Je länger ein Anleger in den Fonds investiert, desto höher sind jedoch die Chancen, dass der Fonds vorübergehende Schwankungen ausgleicht.

 

Gute Eignung nicht nur zur Altersvorsorge

 

Aufgrund ihrer langen Laufzeit sind Zielfonds für die mittel- bis langfristige Geldanlage gedacht, zum Beispiel für die Altersvorsorge. So können Anleger einen Fonds wählen, dessen Zieldatum in der Nähe ihres geplanten Ruhestandes liegt. Ein typischer Einsatzzweck sind auch besondere Ereignisse – wie zum Beispiel der Ausbildungsbeginn des Kindes oder die Fahrschule. Eltern oder Großeltern können dafür mit passendem Zieldatum sparen. Angeboten werden Laufzeiten von bis zu 40 Jahren. Einmalanlagen sind ebenso möglich wie Sparpläne mit regelmäßigen Einzahlungen.

Einen Haken haben Zielfonds aber auch: die Erträge potenziell geringer, als bei reinen Aktienfonds, weil die Werterhaltungsstrategie am Laufzeitende die Ertragsmöglichkeiten senkt. Außerdem erfordern Zielfonds ein aktives Fondsmanagement. Deshalb fallen höheren Gebühren, als bei manchen anderen Anlageformen.

 

In Zeiten des Niedrigzinses werden Zielfonds immer beliebter: Ende Juli 2016 steckten laut Fondsverband BVI knapp 2,5 Milliarden Euro in dieser Anlageklasse. Das sind rund 600 Millionen Euro mehr als noch vor zwei Jahren. Auch bei uns bekommen Sie Zielfonds – gern beraten wir Sie persönlich dazu.

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