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Online geschlossene Verträge online kündigen

Seit dem 1. Oktober 2016 kann man einige Verträge online kündigen – also ohne eigenhändige Unterschrift. Um welche Verträge es geht und was man nach wie vor per Fax oder Brief kündigen muss, beschreiben wir hier.

Immer mehr Verträge werden über das Internet abgeschlossen. Typische Fälle sind zum Beispiel Mobilfunk- oder Stromtarifverträge. In vielen Fällen werden Verträge auch per Telefon abgeschlossen.

Wie aber kann man solche Verträge kündigen? Bislang war das ein Problem: E-Mail oder SMS wurde nicht anerkannt, oft genügte auch das Fax nicht. Es musste bei vielen Firmen ein unterschriebener Brief sein und am besten geschickt per Einschreiben, damit er nicht verloren gehen konnte. Das hat sich zum 1. Oktober geändert.

Jetzt kann man Verträge, die man online geschlossen hat, auch online kündigen. Dazu gehören beispielsweise Verträge mit dem Mobilfunk-, DSL-, Kabel-, Gas- oder Stromanbieter sowie die Mitgliedschaft in einem Datingportal. Wichtig ist allerdings, dass man als Vertragsinhaber zu erkennen ist und dass ersichtlich ist, dass man den Vertrag kündigen möchte.

Sollte der Vertragspartner behaupten, dass eine Online-Kündigung nicht möglich ist, kann man ihn auf das Urteil vom LG München I, Urteil vom 12.05.2016, Az. 12 O 18874/15 hinweisen, oder an die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Verbraucherzentralen bieten in einem solchen Fall Hilfe an.

Wo noch immer die Schriftform nötig ist
Aber Achtung: NIcht jeder Vertrag kann so gekündigt werden. Mietverträge und Arbeitsverträge müssen nach wie vor schriftlich gekündigt werden - mit der handschriftlichen Unterschrift. Den Brief schickt man am besten noch immer per Einschreiben, dann kann niemand sagen, der Brief sei nicht rechtzeitig angekommen.

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