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So bleibt der Ferienjob steuerfrei

Wer sein eigenes Geld verdient, kann sich mehr leisten. Viele Schüler und Abiturienten nutzen deshalb die freien Wochen für einen Ferienjob. Aber wie bleibt Brutto = Netto?

Wenn man angestellt arbeitet, kommt netto nicht alles vom Bruttoverdienst auf dem Konto an. Die Differenz nimmt sich der Staat in Form von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Unter Umständen gehen außerdem Beiträge für die Sozialversicherung ab, also für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Was muss man beachten, um die Steuer möglichst gering zu halten?

Als Ferienjobber ist man Arbeitnehmer und muss auf vom Arbeitslohn Steuern zahlen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Der Arbeitgeber zieht die monatlich fällige Lohnsteuer vom Bruttolohn ab und überweist sie direkt an das Finanzamt. Weil aber bis zu einem jährlichen Bruttoverdienst von 8.820 Euro (sogenannter Grundfreibetrag) keine Steuer anfällt, kann man sich die zu viel einbehaltene Steuer zurückholen. Dazu muss im nächsten Jahr eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgegeben werden. Der Arbeitgeber benötigt für den Lohnsteuerabzug die persönliche Steueridentifikationsnummer und das Geburtsdatum seines Arbeitnehmers.
  • Bei einer geringfügigen Beschäftigung (sogenannter Minijob), bei der man nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient, oder bei einer kurzfristigen Beschäftigung, die sich über bis zu drei Monate oder insgesamt 70 Tage im Jahr erstreckt, versteuert der Arbeitgeber den Lohn pauschal. Damit ist das Thema Steuern erledigt. Die pauschale Steuer trägt der Arbeitgeber, deshalb kann man sich über die Steuererklärung auch nichts zurück holen.

Übt jemand in einem Kalenderjahr mehrere Minijobs oder kurzfristige Beschäftigungen nacheinander aus, werden sie für die Besteuerung zusammengerechnet.

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