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Lebenslanges Lernen - Wie?

Arbeitgeber lehnen Weiterbildungen oftmals aus Kostengründen ab. Welche Möglichkeiten bietet der Bildungsurlaub und welche Förderprogramme gibt es noch?

Lebenslanges Lernen: Bildungsurlaub für Lehrer

Speziell für Lehrer gibt es den sogenannten Bildungsurlaub, das heißt Sie werden von der Arbeit beurlaubt, um ein Seminar oder eine andere Fortbildungsmaßnahme zu besuchen. Die Fortbildungsangebote hierfür betreffen Themenblöcke wie Gesellschaft und Politik, Rhetorik und Kommunikation, EDV und Soziale Medien, Sprachen, Technik und Kaufmännisches und vieles mehr.

Die Regelungen und der zeitliche Umfang unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, in Bayern und Sachsen ist der Bildungsurlaub leider gar nicht vorgesehen. Die Kosten trägt übrigens der Arbeitnehmer, anders als bei einer Freistellung wird das Gehalt jedoch weiter gezahlt. Es gibt eine Seminardatenbank und eine Übersicht der länderspezifischen Regelungen, sodass vielleicht auch Sie bald Ihre nächste Fortbildung planen und beantragen können.

Stipendien und weitere Förderprogramme

Der Bund bietet außerdem verschiedene Stipendien an. Fachkräfte, die ein Erststudium anstreben, können sich für ein Aufstiegsstipendium bewerben. Mit bis zu 815 Euro im Monat werden sie unterstützt – völlig unabhängig von ihrem Einkommen. Ist ein Studiengang zumindest berufsbegleitend, können jährlich 2.400 Euro für Maßnahmenkosten übernommen werden. Mit dem Weiterbildungsstipendium können Fachkräfte unter 25 Jahren eine fachbezogene oder übergreifende Qualifikation erwerben. Dafür gibt es innerhalb von drei Jahren bis zu 7.200 Euro.

Aber auch nach dem 25. Lebensjahr werden Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Arbeitnehmer, die mehr als 15 Stunden in der Woche arbeiten, können einen Prämiengutschein beantragen. Dieser Gutschein hat einen Wert von maximal 500 Euro. Der Kurs darf allerdings nur 1.000 Euro kosten.

Auf Länderebene gibt es weitere speziellere Förderprogramme. Sie fokussieren unter anderem auf die landwirtschaftliche oder die medizinische Weiterbildung. Andere Angebote, etwa die Bildungsschecks, sind auf bestimmte Bezugsgruppen zugeschnitten.

Fortbildungskosten bei der Steuer geltend machen

Eine Förderung muss meistens vor dem Beginn der Fortbildungsmaßnahme beantragt werden. Über die Steuer können Sie aber auch später noch an Geld kommen. Die erste Ausbildung wie ein Studium können Sie mit bis zu 6.000 Euro im Jahr geltend machen. Dazu gehören die Kosten von Studiengebühren, Arbeitsmaterialien und Fahrtkosten. Auch das Zweitstudium kann als Werbungskosten anerkannt werden. Darüber werden ebenfalls Beträge für Sprachkurse und Meisterschulen berücksichtigt, wenn sie der Weiterbildung dienen.

Neben den genannten Programmen gibt es noch viele weitere Fördermaßnahmen. Eine ausführliche Recherche lohnt sich. Ein gutes Instrument dafür ist die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

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