17. Mai 2012
Kinderzeitschrift Hallo  |  Feedback
 

Das Feedback der Hallo-Leser

Was halten Pädagogen von Hallo? Wie kann die Zeitschrift im Unterricht eingesetzt werden? Was sind ihre Vorzüge? Lesen Sie, wie die Hallo in der Praxis eingeschätzt wird:

Thüringen: Verkehrserziehung mit dem Hallo-Heft
Vergleich mehrerer Kindezeitschriften durch die Pädagogische Hoschule Ludwigsburg

 

Thüringen: Verkehrserziehung mit dem Hallo-Heft

So stand es in der Thüringer Allgemeine vom 14. August. 2010:

Minister-Geschenke für Grundschule Oßmannstedt

Ein leibhaftiger Minister in der Schule - das sorgte am Freitag bei den Oßmannstedter Knirpsen für helle Aufregung. Dabei hatte der hohe Besuch einen guten Grund: Alle Thüringer Schulen sollen im Laufe der Zeit sogenannte Verkehrserziehungs-Boxen erhalten.

Die allererste im Freistaat ging an die Grundschule in Oßmannstedt. Wenn das keine ministerielle Ehrung wert ist ... Verkehrsminister Christian Carius (CDU) hatte mit Professor Norbert Kleinheyer auch einen Vertreter des Sponsors, des Sparkassen-Schulservice, mit dabei. Die Box selbst beinhaltet eine Menge Sachen zum Spielen und Lernen. So sind Quartettspiele und kleine Preisrätsel sicherlich der Renner bei den Schülern. Die Lehrer freuen sich da eher über Kopiervorlagen für Arbeitsblätter zur Verkehrserziehung. Und für alle nützlich sind die Hefte "Hallo, sicher unterwegs", ist sich Schulleiterin Anke Meißner sicher. Die Hefte beinhalten kleine Artikel darüber, wie man sich als Verkehrsteilnehmer richtig verhält. Sowohl in der Rolle als Fußgänger oder Radfahrer als auch - ganz modern - als Inline-Skater. Beginnend mit diesem Jahr erhalten alle Thüringer Grundschulen die Verkehrssicherheits-Box. In der am Freitag angelaufenen Phase werden 23 Schulen damit ausgestattet. Dass ausgerechnet die Oßmannstedter die ersten sein durften, erfüllt die Schüler natürlich mit viel Stolz.

Und so ist die Resonanz aus der Praxis:

Gut angekommen sind die Hefte in der 1. Klasse. Dort  haben die Kolleginnen die ersten Stunden Verkehrserziehung als Fußgänger mit den Kindern absolviert und dabei die Hefte eingesetzt. Schön fanden wir einerseits die realistischen Bilder, andererseits war es für die Schulanfänger doch etwas viel Text und zu wenig zum selbst arbeiten.

In der 4. Klasse dagegen konnten die Inhalte der Box sehr gut verwendet werden, bzw. sind wir noch dabei. Hier bereiten wir gerade die Radfahrschule und die entsprechenden theoretischen Grundlagen vor, wobei Kartenspiel und Verkehrszeichen gut zu verwenden sind. In unseren Augen ist ein Kartenspiel zu wenig. Wirklich gut einsetzbar sind die Folien. Mit ihnen kann man prima an verschiedenen Situationen arbeiten. In den Klassenstufen 2 und 3 werden die Hefte noch ihre Anwendung finden. Dort hatten die Kolleginnen gleich zu Beginn des Schuljahres im Rahmen der jährlichen Belehrungen entsprechende Stunden gestaltet, werden aber im Laufe des Schuljahres die Hefte noch einmal zur Anwendung bringen.

Zusammengefasst konnten wir die Materialien aus der Box im Unterricht und für unsere Vorbereitung gut nutzen und möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bedanken.

Wir haben uns jetzt entschlossen, den Kindern die Hefte nicht mitzugeben, sondern in der Schule zu behalten, damit wir jedes Jahr ein Thema bearbeiten können.

Anke Meißner (Schulleiterin)

 

Vergleich mehrerer Kindezeitschriften durch die Pädagogische Hoschule Ludwigsburg

Ingrid Schmid-Barkow (PH Ludwigsburg) verglich in der GRUNDSCHULZEITSCHRIFT (Ausgabe 230, Dez. 2009, S.58ff) mehrere Kinderzeitschriften und prüfte sie auf die Einsatzmöglichkeiten im Untericht. Der Artikel basiert auf der Arbeit Studierender, die mithilfe festgelegter Kriterien eine Reihe von Zeitschriften untersuchten.

Hier ihre Einschätzung von Hallo:

Eine andere Konzeption liegt den „Hallo“-Heften zugrunde. Diese widmen sich ganz einem Thema: Bei der Ausgabe Mai 2009 war dies „Entdecke den Wald': im April "Ich kann dich nicht hören". Ein zunehmender  Schwierigkeitsgrad im Verlaufe des Heftes wurde festgestellt. Nicht nur in das Gesamtthema wird kurz eingeführt, auch die Unterkapitel erhalten einen „advanced organizer“, der den Inhalt vorstrukturiert, der Text ist abschnittweise durch Überschriften gegliedert. Der Sachtext beinhaltet zu den jeweiligen Unterthemen alle wichtigen Informationen und bewegt sich auf einer sehr konkreten, für Kinder fassbaren Ebene. 

Die Satzstrukturen sind einfach. Der Wortschatz enthält je nach Themengebiet Wörter, die sowohl im Bezug auf ihre Bedeutung („taubstumm“, „Gebärdensprache“) einer Erklärung bedürfen als auch von ihrer Struktur her eine Hürde zum Erlesen darstellen könnten („Vegetarier“, „Hirschkäfermännchen“).

Eine motivierende Funktion wird in dem ausgewogenen Verhältnis von Text und Bild und in Formen direkter Adressatenorientierung gesehen wie „Doch weiter geht’s, es gibt noch viel zu entdecken.“ sowie in der liebevollen Gestaltung von Details wie der Seitennummerierung durch Piktogramme. Etwas kritisch scheint die Identifikationsmöglichkeit für Grundschulkinder in dem Heft über Gehörlosigkeit, wo z. B. keine Kinder abgebildet sind, die sich durch Gebärdensprache unterhalten.

Der monothematische Heftaufbau eignet sich gut für den Projektunterricht. Die Mai-Ausgabe z. B. regt an, Wald-Projekte wie das Untersuchen von Baumarten durchzuführen und durch einen Waldbesuch einen Lebensraum für viele Lebewesen kennenzulernen.

Das Anspruchsniveau lässt einen Einsatz ab Klasse 3 oder 4 zu, die Hefte machen ein Informations- und Methodenangebot, das je nach Klassenstufe und -niveau variabel einsetzbar ist.

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"Umweltfreundliche Kommune"

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