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Wissenslücken bei Finanzthemen

Bürgern sind Geldangelegenheiten fast so wichtig wie Gesundheitsfragen.

Eine Studie des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe anlässlich des Weltspartages förderte es zu Tage: Über die persönliche Geldanlage genau Bescheid zu wissen, ist den Menschen fast so wichtig wie Gesundheitsfragen. Gleichzeitig schätzen die meisten ihr Wissen über Finanzangelegenheiten jedoch nicht besonders groß ein. Das ist eines der Kernergebnisse der Befragung „Ökonomische Bildung in Westfalen-Lippe", die der Sparkassenverband Westfalen-Lippe anlässlich des Weltspartags in Auftrag gegeben hat. 90 % der Teilnehmer bewerten das Thema „Wissen über Geld und persönliche Finanzen" als wichtig und sehr wichtig. Nur der Bereich Gesundheit hat einen höheren Stellenwert (94 %).

Allgemeine wirtschaftliche Zusammenhänge hingegen interessieren die Menschen deutlich weniger als die eigenen Finanzangelegenheiten. Nur 79 % der Befragten sagen, dass sie Wirtschaftswissen wichtig oder sehr wichtig finden. „Die Menschen wollen verstehen, wie sie mit Wertpapieren ein Vermögen bilden oder vergrößern können. Wie eine Aktiengesellschaft funktioniert, interessiert da weniger", erläuterte Prof. Dr. Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe.

Wissenslücken – Befragungsergebnis entspricht Schulnote „ausreichend"

Der hohen Bedeutung des Finanzwissens entspricht aber nicht der tatsächliche Kenntnisstand: Bei Geldfragen und persönlichen Finanzangelegenheiten schätzen lediglich 42 % ihr Wissen als gut und sehr gut ein. Jeder Siebte sieht deutliche Wissenslücken oder bezeichnet sein eigene Kenntnis im Bereich Geld und persönliche Finanzen sogar als schlecht.

Dieses Bild spiegelt sich auch in dem Gesamtergebnis der Befragung wider. Im Durchschnitt konnten nur die Hälfte der Fragen des einfach gehaltenen Wissenstests richtig beantwortet werden, konkret liegt das durchschnittliche Ergebnis bei 55 von 100 Punkten. Übersetzt in die Welt der Schulen wäre zu formulieren: „Versetzung gefährdet. Zurzeit nur Note ausreichend." Diese Ergebnisse gelten für alle Regionen in Westfalen-Lippe über alle Altersgruppen. Geschlechterunterschiede sind ebenfalls nicht erkennbar.

Bildungsauftrag an Schulen, aber auch an Sparkassen

Lediglich jeder zweite Teilnehmer hat sein Wissen über das Themenfeld
„persönliche Finanzen" in der Schule erworben. Jeder Dritte hat hier sein Wissen vom Sparkassen- bzw. Bankberater. Erst danach folgen Eltern (29 %) und eigenes Lernen (24 %).

Das Ergebnis der Befragung zeige, wie wichtig es sei, bei der Vermittlung von Finanzwissen „am Ball zu bleiben". „Diesen Auftrag aus dem Sparkassengesetz nehmen wir sehr ernst", so Prof. Liane Buchholz (Vorsitzendes des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe).

Antworten der Befragten auf die Frage "Durch wen haben Sie Ihre Finanzbildung erhalten?"

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