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Was war nochmal ... Werbungskosten

Mit Werbung hat der Begriff „Werbungskosten“ nichts zu tun, dafür aber mit Steuern. Was es mit diesem Begriff auf sich hat, erfahren Sie hier kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Was sind Werbungskosten?

Mit Werbungskosten sind sozusagen "Erwerbungskosten" gemeint, d.h. Ausgaben, die ein Arbeitnehmer beim Erwerb seines Einkommens hat. Es geht also um Kosten in Verbindung mit Ihrer Arbeitsstelle, zum Beispiel für die Fahrt zum Arbeitsplatz oder für Berufskleidung. Vereinfacht gesagt: Sie können Werbungskosten von Ihrem Bruttoeinkommen abziehen und müssen nur den verbleibenden Teil versteuern. Je höher die Werbungskosten, desto größer die Steuerersparnis.

Mit diesen Ausgaben können Sie Steuern sparen

  • Die Fahrt zur Arbeit mit 0,30 Euro je einfachen Entfernungskilometer (also nur der Hinweg und nicht auch noch der Rückweg). Ob Sie die Strecke zu Fuß, mit den Öffentlichen oder mit dem eigenen Pkw zurück legen, ist egal. Beispiel: Sie haben 12 km einfache Strecke zur Arbeit, die Sie mit dem Rad zurücklegen. Im Jahr kommen Sie auf 230 Arbeitstage. Dann können Sie 0,30 Euro mal 230 mal 12 angeben, das sind allein dafür 828 Euro.
  • Kosten in Zusammenhang mit Bewerbungen – egal, ob sie erfolgreich waren oder nicht. Dazu zählen auch Ausgaben für Vorbereitungskurse, Porto und Bewerbungsmappen. Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch kann man angeben, sofern sie das einladende Unternehmen nicht erstattet hat.
  • Umzugskosten, wenn man für die Arbeit in eine andere Stadt ziehen muss (damit sich der Arbeitsweg erheblich verkürzt).
  • Beiträge zu Berufsverbänden oder Gewerkschaften.
  • Ausgaben für ein Arbeitszimmer. Das erkennt das Finanzamt jedoch nur in sehr wenigen Fällen an, etwa wenn ein Arbeitnehmer keinen Arbeitsplatz bei seinem Arbeitgeber hat. Beispiel: Ein Außendienstmitarbeiter ist die meiste Zeit bei seinen Kunden unterwegs und die Berichte schreibt er zu Hause. 
  • Ausgaben für Fachbücher, Aktentasche oder einen Laptop, die für den Job gekauft wurden.
  • Ausgaben für Berufskleidung. Da ist das Finanzamt allerdings pingelig: Müssen Sie im Büro einen Anzug tragen, können Sie die Kosten dafür nicht angeben, da man einen solchen Anzug auch privat nutzen kann. Was geht, ist ganz spezielle Kleidung nur für den Job, zum Beispiel die Ausgaben für einen Laborkittel.

Werbungskostenpauschale

Darunter versteht man, dass Sie auf jeden Fall (also pauschal) Steuern sparen, auch wenn Sie nicht viele Werbungskosten zusammenbekommen. Der Staat stellt jeden Arbeitnehmer so, als ob er 1.000 Euro Werbungskosten jährlich hätte. Ihr zu versteuerndes Einkommen wird von vornherein um die Pauschale gekürzt. Dadurch liegt der monatliche Nettobetrag auf deinem Lohnzettel höher als ohne Werbungskostenpauschale. Kommen Sie auf mehr als 1.000 Euro Werbungskosten im Jahr, lohnt es sich, die Quittungen zu sammeln. Wenn Sie anhand der Belege für Ihre gesamten Werbungskosten nachweisen können, dass sie über 1.000 Euro liegen, können Sie diesen höheren Betrag in der Steuererklärung angeben. Die Belege müssen Sie dann auf Nachfrage dem Finanzamt vorlegen können – also: gut aufbewahren!

WICHTIG: Unsere Beiträge sollen Ihnen eine Vorstellung vermitteln, worum es bei verschiedenen Begriffen geht und ob/wie Sie davon berúhrt sein kónnten. Eine rechtsverbindliche steuerliche Auskunft oder Beratung sollten Sie im Einzelfall immer von Ihrem Steuerberater einholen.

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