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Was war nochmal ... Volatilität?

Voli.. was? Dieser Begriff beschreibt keinesfalls einen mentalen Zustand oder Kreislaufbeschwerden, sondern gehört thematisch zur Börse. Hier leicht erklärt, worum es bei Volatilität geht und warum das für Anleger interessant ist.

Was ist Volatilität?

Wie zu erwarten, kommt der Begriff aus dem Lateinischen: volatilis = fliegend oder flüchtig. In Verbindung mit Aktienkursen beschreibt dieser Wert Marktschwankungen in Form von Veränderungen bei Aktienkursen, Währungen oder Zinssätzen. Dabei gilt: je stärker die Schwankung, desto höher die Volatilität.

Es ist wie bei einer Fahrt mit dem Segelboot: Ist das Wasser ruhig und die Wellen klein, kommt man gemächlich auf einem vorgezeichneten Weg voran. Frischt der Wind auf, besteht eine gute Chance, schnell Fahrt aufzunehmen und das Ziel früher zu erreichen. Aber im hohen Wellengang kann das Boot auch leichter vom Kurs abkommen oder gar kentern. Die „Volatilitäts-Medaille“ hat also zwei Seiten: Chance und Risiko.

Was ist historische und implizierte Volatilität?

Da der erste unaussprechliche Fachbegriff soweit klar ist, können wir uns an die zwei nächsten machen. Wie der Name schon sagt, beruht die historische Volatilität auf vergangenen Kursdaten. Die implizite Volatilität gibt die von den Marktteilnehmern für die Zukunft erwarteten Schwankungen an. Diese Erwartungen spiegeln sich im Optionsmarkt wider, d.h. die dort erzielten Preise = implizite Volatilität.

Indizes für Volatilität

Wie sich Volatilität im Zeitablauf ändert, kann anhand spezieller Indizes nachvollzogen werden. So zeigt beispielsweise der VDAX (steht für DAX-Volatilitätsindex) die erwartete Schwankungsbreite des Aktienindex DAX an. Bei Investmentfonds lässt sich die Volatilität mit dem „Synthetic Risk and Reward Indicator“ (SRRI) bestimmen. Er misst die historische Schwankungsbreite des Anteilpreises in den vergangenen fünf Jahren. Auf dieser Grundlage wird der Fonds einer Risikoklasse auf einer Skala von 1 bis 7 zugeordnet.

Stimmungsbarometer für Anleger

Wenn wir das Beispiel mit dem Segelboot, dem Wind und dem Wellengang auf die Börse übertragn, heißt das zusammengefasst: Wer in volatile Werte investiert, muss bereit sein, starke Kursschwankungen mit hohen Verlustrisiken zu akzeptieren. Andererseits besteht aber die Chance auf überproportionale Kurssteigerungen. Bei einer niedrigen Volatilität hingegen ist das Verlustrisiko geringer, dafür ist die „Kursfantasie“ begrenzt. Volatilität ist also nicht nur eine Messgröße, sondern dient auch als Indikator für die Unsicherheit im Markt und somit als „Stimmungsbarometer“.

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