Beim Bayerischen Sparkassentag in Amberg wandte sich Zellner eindeutig gegen aktuelle Überlegungen einer Bankenunion oder eines gemeinsamen europäischen Einlagensicherungssystems zum jetzigen Zeitpunkt. "Es ist für mich nicht hinnehmbar, dass künftig die Gelder unserer Sparer zur Rettung ausländischer Großbanken herangezogen werden sollen", sagte der bayerische Sparkassenverbandspräsident. Ebenso wenig sei es akzeptabel, dass das Schutzniveau der deutschen Sparkassenkunden über eine europäische Standardisierung gemindert werden solle. "Mit solchen Maßnahmen würden genau diejenigen getroffen, die in der seit 2008 andauernden Finanzkrise stets als Stabilitätsanker gewirkt haben“, warnte Zellner.
Mit dem Kauf der LBS Bayerische Landesbausparkasse und der Kapitalerhöhung bei der BayernLB übernähmen die bayerischen Sparkassen Verantwortung für Bayerns Zukunft und schafften zugleich die Voraussetzungen dafür, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in allen Teilen Bayerns in gewohnt umfangreicher Form zu begleiten. Damit sei auch das drohende EU-Beihilfeverfahren aus Sicht der Sparkassen vom Tisch.
Zellner betonte, dass es oberstes Ziel der bayerischen Sparkassen sei, die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in allen Regionen des Freistaats kreditwirtschaftlich zu begleiten und dementsprechend zu fördern. Dabei komme den Sparkassen mit ihren hohen Kundeneinlagen bei der Kreditfinanzierung ihre Unabhängigkeit von den internationalen Finanzmärkten zugute. Gerade dies mache sie in Krisenzeiten zu absolut verlässlichen Partnern der Bürger, der Kommunen und der mittelständischen Wirtschaft.
Wichtige Aufgaben sieht Zellner künftig in der kreditwirtschaftlichen Flankierung der Energiewende und der Initiative "Aufbruch Bayern". Dabei gehe es unter anderem um höhere Investitionen in die Infrastruktur, in die Modernisierung des Bildungssystems, in Straßen, Schienen und schnelles Internet. Da dies alles häufig in kommunaler Verantwortung geschehe, haben die Sparkassen hier eine besondere Verpflichtung, an dieser Entwicklung durch maßgeschneiderte Produkte mitzuwirken.
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Quelle: Die SparkassenZeitung