BLZ 365 500 00
Startseite Finanzpass Sek. 1 Details
 

Auf dem Weg zu einer fundierten finanziellen Allgemeinbildung

Schlecht bestellt ist es um das ökonomische Wissen der Jugendlichen. Das belegen zahlreiche Studien. So konnten in einer Befragung des Bankenverbandes nicht einmal die Hälfte der Jugendlichen den Begriff „Inflationsrate“ richtig erklären. Bei der Erklärung des für die Marktwirtschaft zentralen Zusammenhangs von Angebot und Nachfrage schrumpfte der Anteil der Informierten gar auf ein Drittel.

Diese Unwissenheit wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, über welche finanziellen Mittel Jugendliche heute verfügen: Fast 3 Milliarden Euro liegen auf den Sparkonten der 6 bis 19-Jährigen.17 Milliarden Euro reicht diese Personengruppe Jahr für Jahr über den Ladentisch. Mit dieser Finanzkraft sind die Jugendlichen eine heiß umworbene Zielgruppe unsererWirtschaft.

Wie passt diese Tatsache mit dem mangelndem Wissen der Jugendlichen um ökonomische Tatbestände zusammen? Oft ist es ja so, dass wir uns der eigenen Unwissenheit selbstgar nicht so bewusst sind. Selig sind, die keine Ahnung haben! Das ist bei den Jugendlichen im Bezug auf Wirtschaftswissen jedoch ganz und gar nicht der Fall: Fast die Hälfte der Befragten gab an, sich in Geld- und Finanzfragen nicht auszukennen, ist sich also über die eigenen Defizite voll im Klaren.

Was steckt hinter diesem Phänomen der bewussten Unkenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge - mangelnde Informationsmöglichkeiten oder vielleicht das blanke Desinteresse?

Desinteresse sicherlich nicht: Drei von vier Jugendlichen gaben an, dass Ihnen Informationen über Geld- und Finanzangelegenheiten wichtig sind. Sie würden gerne mehr erfahren.

Der „natürliche“ Ort für die Wissensgewinnung ist bei Kindern und Jugendlichen die Schule. So liegt die Vermutung nahe, dass die Angebote im Schulunterricht zum Thema „Wirtschaft“ als unzureichend empfunden werden. Dieser Sachverhalt spiegelt sich in der Forderung von drei Vierteln aller Befragten - ob Jugendliche oder Erwachsene- nach einen eigenen Unterrichtsfach Wirtschaft wider: Wirtschaft muss einen stärken Stellenwert im Fächerkanon erhalten.

Ihnen diese Forderung zu unterbreiten, meine Damen und Herren, bedeutet allerdings sicherlich, Eulen nach Athen zu tragen: Jugendliche, die bereits heute über Inflationsrate, Zinseszins und Bonität Bescheid wissen, haben diese Kenntnisse durch engagierte Lehrerinnen und Lehrer wie Sie gewonnen. Lehrerinnen und Lehrer, die häufig die Materialien aus dem Sparkassen-SchulService in ihrem Unterricht einsetzten, um den Schülerinnen und Schülern das wichtige Fachwissen zu vermitteln.

Dies erfolgt bei den Sparkassen in langer Tradition: Bereits über 30 Jahre fördern sie im Rahmen des Sparkassen-SchulService den Ökonomie-Unterricht an den Schulen. Jahr für Jahr lassen sich die Sparkassen ihr Engagement für die Wirtschaftskunde in den Schulen ca. 4 Millionen Euro kosten.

Dass unsere gemeinsame Leistung jetzt auch einen weiteren Schub durch die Bildungspolitik erfährt, dafür gibt es erste Anhaltspunkte:

Der PISA-Schock hat auch auf die ökonomische Bildung durchgeschlagen. So bricht mittlerweile die Kultusministerkonferenz eine Lanze für die ökonomische Bildung, Zitat:

„Für die Kultusministerkonferenz ist ökonomische Bildung ein unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung und gehört somit zum Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schulen in der Bundesrepublik Deutschland. Das Lernfeld Wirtschaft ist in den Schulen fest verankert und wird in verschiedenen Formen im schulischen Lehr- und Lernprozess einbezogen.“

Dies hat die Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung zum Anlass genommen, erstmals Bildungsstandards für die ökonomische Bildung in Deutschland zu definieren. Für die Grundschule und den mittleren Bildungsabschluss liegen sie bereits vor, die Standards für die Sekundarstufe II sind kurz vor der Verabschiedung. Auf Basis dieser neuen Standards ist zum ersten Mal ein durchgehende Zielvorgaben für den wirtschaftskundlichenUnterricht festgeschrieben - von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

Mit der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung hat sich dankenswerter Weise eine Institution dem Thema angenommen, in der alle wichtigen Köpfe der Didaktik der Wirtschaftslehre versammelt sind. Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt:

  • die Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung ökonomischer Bildung,

  • die Verankerung und der Ausbau der ökonomischen Bildung in der Schule,

  • die Förderung der Lehrerfortbildung in der ökonomischen Bildung.

Bei diesem Projekt einer ganzheitlichen ökonomische Bildung möchten die Sparkassen mit ihrem SchulService wie gewohnt die Vorreiterrolle übernehmen. Mit ihrer Kompetenz als Kreditinstitute haben sich die Sparkassen dem Kernthema einer „finanziellen Allgemeinbildung“angenommen. Auf der Grundlage der Bildungsstandards wurde der Finanzpass entwickelt - die qualifizierte Eintrittskarte in die Welt des Geldes und der Finanzen. Als Autoren konnten wir durchweg Professoren der Wirtschaftsdidaktik aus der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung gewinnen, die an der Definition der Standards maßgeblich beteiligt waren.

Von der Grundschule bis hin zur Sekundarstufe II werden Schülerinnen und Schüler so abgestuft auf die ihrem Alter entsprechenden Leistungsfähigkeit durch den Finanzpass zu mündigen Bürgern im Umgang mit Geld.

© Deutscher Sparkassen Verlag GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Deutscher Sparkassen Verlag GmbH.
Telefon
0208 / 834 - 8203

Sie haben Fragen zum Sparkassen-SchulService? Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne.


Ihre Ansprechpartner

Stadtsparkasse
Oberhausen
Wörthstraße 12
46045 Oberhausen
Tel.: 0208 / 834 - 8203
Fax: 0208 / 834 - 3231

 
 

Unterrichtsmaterialien

Alle Medien des Sparkassen-SchulService finden Sie in unserem Medienverzeichnis - online und stets aktuell..

Bestellmodul